Fast hat man den Eindruck, als sei eine Agile Hysterie ausgebrochen. Alle wollen agil sein, nicht nur Projekte, sondern die ganze Organisation. Agilität ist kein neues Thema, sondern existiert bereits seit fast 70 Jahren in unterschiedlichen Facetten und Ausprägungen. Es erhält aber durch die Digitalisierung eine größere Bedeutung und eine hohe Aktualität. Der Begriff Agilität ist heute beruflichen Sprachgebrauch aber auch in Publikationen schillernd oder eben eindeutig mehrdeutig. Dabei ist Agilität kein neues Thema, sondern existiert bereits seit fast 70 Jahren in unterschiedlichen Facetten und Ausprägungen.
Das Konzept der Agilität gibt es seit den 1950er-Jahren in der Systemtheorie von Organisationen. Dabei kann stellvertretend auf den amerikanischen Soziologen Talcott Parsons verwiesen werden, der vier Funktionen identifiziert hat, die jedes System erfüllen muss, um seine Existenz zu erhalten. Er beschreibt dabei die Fähigkeit eines Systems, auf die sich verändernden äußeren Bedingungen zu reagieren (Adaptation), Ziele zu definieren und zu verfolgen (Goal Attainment), Kohäsion (Zusammenhalt) und Inklusion (Einschluss) herzustellen und abzusichern (Integration) und grundlegende Strukturen und Wertmuster aufrechtzuerhalten (Latency). Aus den Anfangsbuchstaben dieser vier Funktionen ergibt sich das bekannte AGIL-Schema.

Adaption
Goal Attainment
Integration
Latency

Schaut man sich alle Entwicklungslinien an, so begann es mit dem Agilen Manufacturing, verlief über die Agile Softwareentwicklung, das Agile Projektmanagement bis hin zu Ansätzen, die das Thema auf ganze Organisationen übertragen. Die neueste Entwicklungslinie ist Agile-Leadership.

 

Agile Organisationen

Die aktuellen Megatrends in der Arbeitswelt bringen ganz neue Herausforderungen mit sich, bei denen das jahrzehntealte Konzept der Agilität eine Renaissance erfährt und einen praktischen Nutzen bieten kann. Neu ist dabei, dass aktuell viele Unternehmen das Thema der Agilität nicht auf einen Teil ihrer Organisation, sei es die Produktion oder die (Software-) Entwicklung beschränken, sondern eher Fragen, wie die Transformation von Unternehmensbereichen oder sogar ganzen Unternehmen in Richtung Agilität erfolgen kann. Hier wird auch vom agilen Management, von der agilen Transformation gesprochen oder von Management 4.0. Ein besonders hoch entwickelter Ansatz bildet hier das Konzept „Reinventing Organizations“ von Frederic Laloux.

 

Agiles Leadership

Die neuere Entwicklung konzentriert sich auf die Führungskraft selbst. Welches Führungsverständnis und Führungsverhalten ist geeignet, um eine Organisation agil werden zu lassen? Welche Kompetenzen benötigen Führungskräfte nun, um in dieser komplexen Welt beziehungsweise in einem agilen Kontext als Führungskraft erfolgreich und wirksam zu sein?

Auch die GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V. hat nun über ihre Autorisierten Trainingspartner Lehrgänge zum Thema Agilität im Angebot, die optional mit einen GPM-Zertifikat „hybrid+“ abgeschlossen werden können.

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Dann schauen Sie sich unsere Lehrgänge hierzu an, optional auch mit einer GPM-Zertifizierung hybrid+ oder nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf.

Abb.: Entwicklungslinien von Agilität